Montag, 15. Februar 2010

Action pur im Paradies und eine megamaessige Abschlussfete

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Dieses Wochenende wird wohl seinen Platz in der Bibel finden. Sensationelle Wetterbedingungen waren schon am ersten von 4 Powertagen fast der Garant fuer ein oskarverdaechtiges Wochenende. Schon am Mittwochabend wurden 15 Gaeste direkt am Flughafen mit 3 Schneemobilen in 3 - tja man koennte es Anhaenger oder auch Gruppensarg nennen - abgeholt. Nach einer aeusserst amuesanten Tour durch die lapplaendische Nacht gab es dann im Lappenzelt bei Feuerschein erstmal leckere Lachsbrote zur Begruessung.
Nach dem Briefing am Donnerstag morgen - es wurde erstmal deutlich aufgeklaert, dass wir nicht in einem Nagelstudio auf Legoland sind - ging es dann raus in den Sonnenschein und den perfekten Tiefschnee. Schnell wurde auch den "Wir sind die Groessten und was kostet die Welt"-Kerlen klar, das es auch kein Meerschweinchen-Streichelzoo ist ;-) Schon in Nautanen - einem altem Erzgebiet - ging dann es zur Sache. Hier wurde schon gnadenlos Muskelkontraktion gefordert.

Nun gut, wer stumpf in eine Tiefschneewehe faehrt dem kann auch Jesus - so sehr man auch fleht - nicht helfen. Es wurde mal wieder gegraben....;-)

Das ist doch wohl an coolness nicht zu ueberbieten.
In a timeless land,
where wild animals still running free
do some men
what others only dream about
Marlboro Country

Sensationell natuerlich was "Rookies" nach 3 Tagen so leisten koennen. Hatte man am Donnerstag noch das Gefuehl die Meisten haben eine Feinmotorik wie ein Containerkrahn, so wurde am Samstag schon fast vollendete Srungtechnik gezeigt. Es war fast wie Schwanensee auf Schneemobilen....nur schoener *schluchz*.

Wer hier 3 Tage erfolgreich Snowmobil faehrt, fliegt danach auch problemlos in eine F16 Tomcat. Pilotenschein inklusive.

Schnee ohne Ende. Wer abstieg wurde verschlungen....

Auch tanken muss gekonnt sein. man kann sich auch ueber kleine Erfolge freuen im Leben.

Hier das Skogshotel man von einer Erhebung. Man sieht es wird seinem Namen mehr als gerecht. Wunderbar gelegen in der Weite Lapplands


Mad Max maessig zieht die Gang von dannen


Schneesurfer im gefrorenen Element H2O

Hier ein Foto des seltenen nordlapplaendischen vermumten Baerenkiller.
Wie man sieht arbeitet dieses Tier - wenn es auf Angriffsmodus geschaltet hat - mit einer Fledermaus-Maske. Spezialisiert aufs lautlose Toeten aus dem Hinterhalt. Laesst sich auch gerne von hohen Baeumen auf Kinder fallen. Auch diese Tierart ist auf der roten Liste.
Spendenkontonummer bitte bei Harry anfragen
Ist natuerlich die goldige Cookie - der Hofhund des Hotels

Motorsport der Extraklasse ! Wer hier bestehen will darf sich nicht wie Flipper auf Landgang bewegen ;-) Spass, Spannung und Bewegung gehoeren in Skogshotel zum ewigen Inventar !

Ohne Worte. Aufgenommen als wir eine 700m Erhoehung erreichten.

Ohne Worte - einfach nur paradiesisch


Und hier wieder Model "ab in den Orbit ". Da hilft kein Heulen. Da muss man ran an die Kufen - wie ein Wikinger - und ziehen bis der Bart glueht. Ist wie auf einem Bauernhof. Wer Milch will muss ran an den Kuh-Euter, da hilft auch kein zaghaftes zuppeln am Schwanz.

Traumhafte Wetterbedingung ueber 3 Tage


Klassisch natuerlich auch die offene Feuerstelle im Nirgendwo der Nordschwedischen Wildnis. Mit Lagerfeuer, leckerer Elchsuppe und auf Rentierfellen gebettet konnten sich alle am Samstag vor der Ruecktour staerken. Ob Kleopatra sich in in Ihrem Eselsmilchbad besser gefuehlt hat ist wohl zu bezweifeln.

Am Samstag Abend entwickelte sich dann eine spontan Party im ganzen Skogshotel. Die ganz Harten feierten bis 6 Uhr morgens. Ganz hart war dann sicher auch die Auferstehung am gleichen Tag nur 3 Stunden spaeter. Ich vermute mal, das die unendliche Weite Lapplands nur noch von der Leere im Hirn einiger Partygaeste uebertroffen wurde ;-)

War fuer uns alle ein super Wochenende
Das Team um Harry, Marc, Udo, Claudia, Anne, Annegret, Kerstin und Andreas bedankt sich ganz herzlich fuer die sensationelle Zeit und dem Mordsspass in Nordschweden.

Hej da bis zum naechsten Jahr.

Montag, 8. Februar 2010

Elchsuppe am Ende der Welt und der wahre Rentierflüsterer

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Wieder hat es ein äusserst amüsantes Wochenende geschafft sich zu schnell in die Vergangenheit zu schleichen. Bei guten Wetterbedingungen, herrlichen Sonnenuntergängen und 1A Schneeverhältnissen blieben eigentlich nicht allzu viele Wünsche offen.

Auch an dieser Stelle mal ein riesiges Dankeschön an Udo und Marc, die auch bei Temperaturen bis -35 Grad draussen alles geben um die Schneemobile in bestem Zustand für die Wochenendtouren mit unsere Gäste vorzubereiten. Bei solchen Temperaturen schickt man normalerweise nicht einmal einen Hund vom Sofa, geschweige vor die Tür. Die beiden fühlen sich aber erst so richtig wohl, wenn die Eiskristalle in den Fingergelenken quietschen....autsch.

3 Guides - 3 Gruppen - 3 Geschichten. Fangen wir mit Freitag Abend an, an dem A. - aus der äusserst sportlichen Frauengruppe - so verzweifelt ihre Skibrille suchte, (als wir den geplanten Weg zum nachfüllen des Flüssigbrennstoffes für die durstigen Kehlen der Schneemobile antreten wollten) daß ein Einsatz von Spürhunden und einer GSG9 Aufklärungseinheit fast unausweichlich war. Nach der Rückkehr fand sich dann das gute Stück auch wieder an - an einer Stelle die jeden der es miterlebte fast aus dem Sulky katapultiert hat. Die Brille - eine grosse Skibrille - hatte sich 2 Stunden lang zwischen Kopfhaut und Scooterhelm verbissen - und zwar unbemerkt. Ähnlich einem 15teiligen Rasierklingenset, welches einem in den Joggingschuh fällt und man das erst bei Ausziehen des Latschen nach einem Ultramarathon merkt. Sensationeller Einstand und ein neues Highlight für das Skogshotell-Geschichtsbuch ;-)

Nach einem entspannten Frühstück und dem klassischen morgenlichen Briefing ging es am Samstag erstmal zur "großen Lehrstunde" in den Tiefschnee. Hier werden einem nicht nur ganz schnell die eigenen Grenzen klar, sondern man lernt auch den Umgang mit den Maschinen, die sich weder wie Motorräder, noch wie Quads oder Jetskies verhalten. Der Eintritt in eine andere Welt beginnt - wir nennen sie die "Welt des Grabens" ;-)
Eine Welt voller Leiden, Lachen, Hass und Freude - im Minutentakt. Man glaubt so ein bißchen wie Jack Nicholson in Stanley Kubriks "Shining" zu werden ....

2 Stunden später jedoch macht es in den meisten Köpfen "Klick" und die wirklich schönen und unvergessenen Momente beginnen. Man verlässt sozusagen das Labor des Dr. Frankenstein - die Guides werden aber erstmal noch weiter gehasst ;-)

Dann kommen natürlich die Momente die für sich sprechen. Die unendlichen Weiten Nordschwedens mit seinen tiefverschneiten Wäldern und einem Sonnenlicht was selbst Tote wieder zum Leben erwecken würde - und das Biest unter dem Popo ist scheinbar gebändigt....

....bis sich dann die Gruppen mal wieder zufällig treffen und einer dem Anderen schmunzelnd und im kollegialen Vorbeifahren beim Ausgraben grüsst.
Hier Marc und seine Jungs beim Versuch im Tiefschnee bergauf einen neuen Eurotunnel zu bauen. Naja 10 von 400Metern sind geschafft....

Die Damengruppe ließ sich natürlich auch nicht lumpen. Matthias packte noch einen drauf und bohrte gleich nach Erdöl. Wir haben es kontrolliert - er hat nicht für Exxon gearbeitet .

Hier dann einer dieser starken Augenblicke am Katohjåkka, als wir mehrer Rentiere auf dem Bergkam antrafen. Die meisten Tiere haben keine Angst vor den Schneemobilen , solange man die Motoren nicht abstellt oder vom Schneemobil steigt. Wir konnten und den Tieren bis auf wenige Meter ohne Stress nähern - und wir hatten Hunger.
Die Jäger in uns erwachten.....

Dann auf dem Gipfel ! Im Hintergrund der Avakko, auf dem Marc seine Gruppe geführt hat. Bei den Schneeverhältnissen eine Top Leistung.
Zu recht präsentiert sich hier auch das wirklich überzeugende Damenquartett stolz auf dem Gipfel des Katohjåkka.

Dann die lang ersehnte Pause wieder Irgendwo im Nirgendwo, wo sich alle mit Harrys neu designter Elchsuppe stärken konnten. Ein echtes Schmankerl in der Wildnis - wollen wir wieder haben - das war TOP !
Hier konnten wir dann auch einen Augenblick wahrer Liebe festhalten. Matthias, der Rentierflüsterer hielt um die Hand von Rudolpfine an, während hinter uns zwei Hundeschlittengespanne über den See fuhren. Welch eine Romantik. Das war wie Titanic in Lappland *schluchz* mit Leonardo....

Wir danken alle nochmals herzlich für den Besuch und freuen uns auf ein Wiedersehen in diesem Leben im Skogshotell in Lappland :-)

Beste Grüsse aus dem Wildniscamp von Harry, Marc, Claudia, Udo, Annegret, Anne, Kerstin und Andreas

Montag, 1. Februar 2010

Tiefschnee Weekend & unser ältester Gast

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Mit 17 Leuten ging es dieses Wochenende in eine Natur, in der durch den starken Schneefall und den 48 Stunden andauernden Wind nichts mehr war wie es sein sollte. Es gab absolute keine Tracks mehr, nur Tiefschnee und zwar bis zum abwinken. Die Bedingungen würden wir mal als sportlich bezeichnen, denn für den am Freitag Abend anstehenden Weg zur Tankstelle - ein 20 Minuten Geschäft - benötigten einige Gruppen knappe 2 Stunden. Gefühlt entsprach das aber ungefähr der Karbonisierungperiode von Pflanzenresten, der Inkohlung eines Birkenwäldchen zu Steinkohle, also ca. 300 Millionen Jahre ;-) Dafür war die Stimmung zu jedem Zeitpunkt um so besser, die war einfach nicht in den Keller zu bekommen. Top Gruppen was die Moral angeht, muss man lobend erwähnen, obwohl wir Guides nicht glaubten, das es überhaupt noch Erdöl auf dem Planeten gibt wenn wir die Tankstelle erreichen !

Zum Glück gab es in Harrys Gruppe auch einen guten Fotografen der alles freundlich dokumentiert hat - so wie es ein echter Kumpel halt tun, wenn einer so richtig tief in die Kloschüssel greift.

Am nächsten Morgen wurde dann Kriegsbemalung aufgetragen, es galt ja feindliches Gebiet zu erobern. Wasserfreie Fettcreme zum Schutz vor der Kälte. Hier hat keiner gejammert, selbst diejenigen die zum ersten Mal hier waren haben starke Kämpferqualitäten bewiesen und waren immer gut drauf :-)

Samstag ging es dann in der Lappländischen Morgensonne los. Für den ersten Kilometer benötigten manche 1,5 Stunden, was ungefähr der Fliessgeschwindigkeit von Baumharz bei -22 Grad entsprach. Aber dann nach ca. 1 Stunde aktivem Training machte es Klick und das Schneemobil wurde zum Freund und war nicht länger mehr ein Fremdkörper für den Fahrer. Der richtige Spass begann.

Die erste Rast mit lecker Kaffe und Tee im tief verschneiten nowhere.

Nach 3 Stunden dann die ersten "Stunts" im Tiefschnee. Hier konnte man mal so richtig Gas geben und endlich das Gefühl des "Schneesurfens" erleben. Gnadenlos frästen sich die Gruppen durch den wirklich tiefen Schnee auf den Seen Lapplands. Mit Erfolg wie man sieht. Für die Haltung bekammen einige sogar die Note 10.

Tja , bei der Pflicht sah es dann doch manchmal wieder anders aus ;-). Hier die Gruppe um das Geburtstagskind Christian, der es sich nicht nehmen lassen wollte den Scooter Richtung Orbit auszurichten. Das Heck saß 1 Meter tief im Schnee festsaß, die Schnauze jedoch einen halben Meter über normal Null. Seine Freunde fanden das optisch so super, das sie es ihm gleichtaten. Geländetechnisch sah nach 2 Minuten aus wie auf dem Raketenstartgelände der CCAFS. Das ist die Cape Canaveral Air Force Station in den USA, nur hatten wir sie schnelle und günstiger aufgebaut. Made in Germany.

Und nochmals aus einer anderen freundlichen Perspektive in Harry´s Gruppe. 1 Meter wurde der Schnee weggefräst, wie links unschwer zu erkennen ist. Die Geburt eines neuen U-Bahntunels in Lappland.....oder um ein paar Bilder an der schönen weissen Schneewand aufzuhängen.

Aufgrund unsere jetzt ausgefeilten Ausgrabtechnik ging es aber zügig weiter durch den Schwedischen Wintermärchenwald. Ein Traum in weiss.

Hier dann zur Abwechslung Antarktische Sturmimpressionen. Auf 900m bliess ein heftiger Wind und die Natur zeigte innerhalb von nur 30 Minuten Ihre "Fratze". Also wieder zurück in den märchenhaften Winterwald. Der Zeigefinger blieb übrigends am Auslöser der Kamera kleben. Naja, man hat eh zwei....

Da soll mal einer sagen Frauen können nicht einparken. So ein kleiner Baum kann einen Mann dann schon mal schnell verwirren, wenn er einfach nicht aus dem Weg hüpft. Böse, böse Birke.

Hier das "Schlambad" für Schneemobilfahrer. Bis zum Stand auf zwei Füssen kann dann doch mal eine ganze Minute vergehen . Gibt aber Muckis.

Am Sonntag erreichten wir dann den Lappenimbiss im Niemandsland, wo wir uns bei Kaffe und einer Portion gebratenem Rentierfleisch bei bester Laune stärkte.

Ein wirklich gelungenes Wochenende ging - trotz aller Anstrengung - leider zu schnell zu Ende.

Hervorzuheben ist besonders die Leistung unseres bisher ältesten Gastes , der mit 74 Jahren von Freitag bis Sonntag jede Tour mitfuhr. Unsere Hochachtung.

Das Scooterteam um Harry, Marc, Claudia, Udo, Andreas und unseren 3 fleissigen Goldelfen, die im Hintergrund immer für das Wohl unserer Gäste sorgten, bedankt sich nochmal herzlich für die klasse Zeit im Skogshotell in schwedisch Lappland.

Bis zum nächsten Jahr &

Hej då